Paris Open (Grand Prix / Weltranglistenturnier) 2026
Der Paris Open Grand Prix ist für die Weltelite im Ju-Jutsu-Kampfsport ein Pflichttermin im Wettkampfkalender und als Grand Slam somit ein wichtiges Qualifikationsturnier. Hier sammeln die Athletinnen und Athleten wertvolle Punkte für die Weltrangliste und positionieren sich für die kommenden Europameisterschaften und Weltmeisterschaften.
Am 26. April hatte Bundeskaderathletin Melina Fredlmeier im “Dojo de Paris” ihren großen Auftritt. Begleitet von Bundestrainer Roland Köhler stellte sich Fredlmeier in der Gewichtsklasse -70 kg der internationalen und hochklassig besetzten Konkurrenz.
Gleich im ersten Kampf erwischte Fredlmeier einen guten Auftakt und setzte sich gegen die judostarke Französin Coraline Vautrain mit einem Sieg nach Punkten (15:6) durch. Im folgenden Kampf gegen die ebenbürtige Julia Blawisch musste Fredlmeier taktisch klug kämpfen. Fredlmeier arbeitete mit viel Druck im Griffkampf (Part 2), bis die Österreicherin aufgrund wiederholter Inaktivität disqualifiziert wurde.
Im darauffolgenden Kampf gegen die Weltranglistendritte Alicia Johansson aus Schweden konnte sich Fredlmeier ebenbürtig behaupten, hatte am Ende aber mit 12:18 Punkten das Nachsehen. Um noch den Sprung auf das Siegerpodest zu schaffen, musste sich Fredlmeier abschließend im kleinen Finale der amtierenden Europameisterin Varvara Agapitou stellen, gegen welche sie auf der Europameisterschaft noch deutlich das Nachsehen hatte.
In einem anstrengenden Kampf konnte Fredlmeier die griechische Gegnerin unter anderem auf O-Uchi-Gari (große Innensichel) werfen und sich am Ende mit einem hauchdünnen Punktevorsprung die Bronzemedaille mehr als verdient sichern.
Bundestrainer und Coach Roland Köhler zeigt sich über die Bronzemedaille sichtlich erfreut: “Ich freue mich unglaublich für Meli - sie hat sich diesen dritten Platz beim Paris Open mit viel Herz und harter Arbeit absolut verdient.”
Mann-gegen-Mann, bzw. Frau-gegen-Frau stehen sich die Kampfsportler in der Disziplin Fighting auf der Matte gegenüber und zeigen in den drei Kampfphasen Elemente aus Karate, Judo und Ringen/BJJ gegeneinander. Es handelt sich offiziell um 3 Kampfphasen (Part 1-3), welche separat bewertet werden. Die Übergänge zwischen diesen “Parts” sind nicht vorgegeben, sondern erfolgen fließend im Kampfverlauf. Dabei versuchen die Sportler gegen den jeweiligen Gegner mit Techniken aus den verschiedenen Kampfsportelementen zu punkten und im Optimalfall sogar vorzeitig mit technischer Überlegenheit zu gewinnen.